Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

gerne nehme ich diese Gelegenheit wahr, um mich Ihnen vorzustellen, denn auf die eine oder andere Weise werden wir uns in der kommenden Zeit, über den Weg des Glaubens laufen. Eine Versetzung, ein neuer Ort des Dienstes, ein neuer Beginn, ist ein Teil des Lebens, auch im Leben eines Priesters. Deshalb bitte ich Gott um seine besondere Gnade, damit wir zusammen als Gemeinschaft im Sinne Jesu weiterwirken können.

Ich komme aus dem südindischen Bundesland Kerala. Am 3. März 1984 bin ich geboren. Zu meiner Familie gehören mein Vater, meine Mutter, 4 Brüder und eine Schwester. Ich bin der Jüngste. Nach dem Abitur im Jahr 2000 bin ich ins Priesterseminar eingetreten und habe eine elfjährige Ausbildung zum Priester absolviert. Am 27. Dezember 2011 wurde ich zum Priester geweiht. Danach war ich 2 Jahre lang in unserem Priesterseminar in Kerala Subregens. Am 1. September 2013 bin ich nach Deutschland angekommen als Kaplan in Groß-Gerau im Dekanat Rüsselsheim. Dann habe ich angefangen, die schöne, schwere Sprache Deutsch zu lernen.

Seit 21. August 2019 bin ich hier in der Pfarrei St. Laurentius und Heilig Kreuz als Kaplan tätig. Ich freue mich schon sehr darauf, mit Ihnen allen gemeinsam im Weinberg unseres Herrn zu arbeiten. Ich komme als einer von Ihnen und bin ganz offen, noch viel von Ihnen lernen zu dürfen, denn der christliche Glaube, welcher uns verbindet, ist stark. Ich bitte Sie um Ihre Hilfe und Unterstützung. Es ist mir bewusst, dass Menschen unterschiedlich sind und verschiedene Begabungen und Fähigkeiten besitzen, aber in den Verschiedenheiten unserer Persönlichkeit liegt der Reichtum menschlichen Miteinanders. Mit Gottes Hilfe werden wir diesen Glaubensweg gemeinsam beschreiten, denn wir alle sind Zeugen und Zeuginnen Christi!

Bei der Lektüre der Tageszeitung fand ich die Strophe eines bekannten Liedes von Heinz Schenk: „Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück.  Musst du eines Tages gehen, lässt du alles hier zurück.“

Dieses Lied kann uns bewusst machen, dass unser ganzes Leben ein geschenktes, ja geliehenes Leben ist. Es ist Gott, der Leben schenkt. Er hat uns ins Dasein gerufen.

Gott hat uns ins Leben gerufen, weil er uns liebt. In Jesus hat er uns gezeigt, wie wir Menschen auf diese Liebe Antwort geben sollen. Wir erwidern seine Liebe, indem wir auf seine Verheißungen vertrauen. Große Heilige haben das getan. Auch wir können es, wenn wir nach den Seligpreisungen leben. Sie sind Früchte des Glaubens und der Liebe. „Es ist alles nur geliehen“…

Ihr Kaplan Ajimon Joseph

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