Auf ein Wort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Endlich Ferien! Das sagen sich in diesen Tagen zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Und auch ich muss gestehen, dass ich mich auf diese Wochen freue – weniger Termine, keinen Unterricht in der Schule und endlich Zeit, das ein oder andere Liegengebliebene auf dem Schreibtisch wegzuarbeiten. Und dann vor allem auch auf die Urlaubstage, die einladen zum „Nichts tun“ und sich treiben lassen.

Aber Moment mal – können wir das überhaupt noch – einfach nichts tun? Halten Sie das aus, einfach mal gar nichts zu tun? Das fällt vielen von uns richtig schwer, mich eingenommen. Irgendetwas, was zu erledigen ist, kommt einem doch immer in den Sinn und am Ende des Tages sind wir meistens zufriedener, wenn wir möglichst viel geschafft haben.

Aber vielleicht ist das ja gerade in diesen Tagen des Sommers einen Versuch wert – egal ob hier in Bensheim oder an einem anderen Ort.

Mal etwas zu genießen, völlig zweckfrei, sei es einer Weile dem Wolkenspiel nachzuschauen oder sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Einen Tag mal auf sich zukommen lassen, nichts unternehmen und kein schlechtes Gewissen zu haben.

Eine halbe Stunde eine Verabredung nur mit sich selbst…

Kein Müssen, kein Sollen – einfach nur da sein! Ich glaube, Gott wäre damit mehr als einverstanden, wenn wir solche Zeiten hin und wieder in unser Leben einbauten. Zeit für sich zu haben und ganz wir selbst sein, das würde ihm gefallen, denn letztlich leben wir doch genau aus solchen Momenten, wo wir uns selbst spüren und einfach mal abschalten.

Nichts tun – probieren wir es aus in diesen Sommertagen…

Ihre Sabine Eberle
Gemeindereferentin im Pfarreienverbund
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